Einmal Zusammenziehen – immer Zusammenziehen

Unverhofft kommt oft: Da lernt man eine nette Frau kennen, verbringt einen schönen Abend zusammen, trifft sich regelmäßig mit ihr, und schon ist eine feste Beziehung daraus entstanden. Meist dauert es dann auch nicht lange, und schon steht das Thema „Zusammenziehen“ auf der Tagesordnung. Wenn es dumm läuft, zieht sie plötzlich zu ihm und stellt sein trautes Heim erst einmal gründlich auf den Kopf. Dies birgt natürlich viel Konfliktpotential – dabei ließe sich bei sorgsamer Planung so mancher lautstarke Streit schon im Vorfeld vermeiden.

Ein organisiertes Zusammenziehen sorgt für den Durchblick

 

Der Sprung von der Freundin zur Mitbewohnerin ist eine Entscheidung, die ernst genommen werden muss. Das Zusammenziehen kann ein natürlicher nächster Schritt in einer wunderbaren Beziehung darstellen. Leider kann es manchmal auch der Anfang vom Ende der Beziehung sein. Egal, wie stark Ihre Gefühle für Ihre Partnerin auch sein mögen: Es gibt Absprachen, die unbedingt vor dem Zusammenziehen vorgenommen werden müssen. Nehmen Sie sich etwas Zeit, um einen vollständigen Überblick zu erhalten, was alles zu tun ist. Das Zusammenziehen mit Ihrem Partner schafft Veränderungen, die ähnlich denen sind, die im Zuge einer Eheschließung stattfinden. Beleuchten Sie ausführlich die Gründe für das Zusammenziehen. Manche Paare ziehen zusammen, damit sie ihre Kosten aufteilen können, andere wiederum aus rein romantischen Gründen. Der ideale Grund für ein Zusammenleben wäre, in der Beziehung die nächste Stufe zu erklimmen und ein eheähnliches Szenario zu erproben.

Kommunikation ist das A und O

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Besprechen Sie Ihre Absichten mit Ihrer Freundin. Sie beide müssen sich genau der Gründe für das Zusammenleben bewusst sein. Keinesfalls sollten Sie Ihre Freundin glauben lassen, dass das Zusammenziehen ein Schritt in Richtung Ehe darstellt, wenn Sie sich dieses Ziel überhaupt nicht vorstellen können. Erstellen Sie eine schriftliche Abmachung des Zusammenlebens. Vereinbaren Sie gemeinsam Richtlinien und Regeln, mit denen Sie beide gut leben können. Teilen Sie Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht untereinander auf, so dass Sie sich beide gegenseitig entlasten. Auch wenn Sie sich zum Zusammenziehen entscheiden, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie auch Ihre Finanzen zusammenlegen müssen. Bankkonten werden beispielsweise manchmal am besten getrennt belassen. Sollte man eines Tages wieder getrennte Wege gehen wollen, kann die Abwicklung eines gemeinsamen Bankkontos ein sehr unangenehmes Thema werden.

Die Sache mit der Wohnungseinrichtung

 

Wenn sie zu Ihnen zieht und ausgeprägte Vorstellungen von der Wohnungseinrichtung hat, ist besonders wichtig: Entscheiden Sie vorab zusammen, was mit den Möbeln und den persönlichen Gegenständen geschehen soll. Oftmals haben beide Parteien genügend Hausrat für zwei ganze Wohnungen. Sie müssen planen, was bleiben und was wegkommen soll. Erstellen Sie rechtzeitig vor dem Einzug eine Liste Ihrer persönlichen Habe. Falls der Platz in der Wohnung knapp wird, sind Lagereinrichtungen übrigens eine Möglichkeit, Dinge, von denen man sich einfach nicht trennen kann, relativ kostengünstig aufzubewahren. Bei der Wohnungseinrichtung ist es wichtig, dass beide Partner in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, auch und gerade wenn man nicht immer einer Meinung ist. Beginnen Sie mit den einfachen Punkten, über die Sie sich beide einig sind. Grundsätzliche Dinge wie die Funktion der einzelnen Räume, Möbelstücke, die Sie einbeziehen möchten, und das allgemeine Layout der einzelnen Zimmer können relativ leicht auf der Grundlage des Lebensstils, den Sie beide teilen, entschieden werden. Durch die Fokussierung auf die grundsätzlichen Dinge können Sie beginnen, eine Liste von Dingen anzulegen, die aussortiert werden können.

Wenn gar nichts mehr geht

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Finden Sie gemeinsame Elemente mit dem jeweils anderen persönlichen Stil. Ob es ein moderner oder ein eher traditionelles Design-Stil oder eine warme oder kühle Farbgebung ist: Ein Paar kann sich oft auf einen Gesamteindruck des Raumes einigen. Seien Sie mutig und probieren eine gemeinsame Raumgestaltung aus, auch um ein besseres Gefühl für das zu erlangen, was Sie beide mögen und nicht mögen. Das Entdecken von gemeinsamen Abneigungen kann auch hilfreich sein; so finden Sie zumindest in einer einen gemeinsamen Nenner. Falls die Uneinigkeit über die Wohnungseinrichtung tatsächlich überwiegen sollte, ist Ihr diplomatisches Geschick gefragt: Teilen Sie die Wohnung in Bereiche ein, für deren Einrichtung entweder Sie oder Ihre Partnerin verantwortlich ist. Sie dürfen das Wohnzimmer und den Essraum gestalten, Ihre Freundin das Schlafzimmer und den Wintergarten. Bei einer kleineren Wohnung müssen die vorhandenen Räume aufgeteilt werden: Sie bekommen den Essbereich des Wohnzimmers, Ihre Partnerin die Sitzecke.

Letzter Ratschlag

Ein letzter Tipp: Menschen, die sich Hals über Kopf in eine Ehe stürzen, landen bald darauf oft vor dem Scheidungsgericht – und ebenso schnell kann ein vorschnelles Zusammenziehen enden.

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Dieser Artikel hat 3 Kommentare

  1. Juliane

    Dein Tipp ist auch einer, den meine Oma mir immer mit auf den Weg gibt:“ Bloß nichts überstürzen“.
    Ich finde es auch mutig, wenn Leute nach nicht einmal einem Jahr heiraten – Und das soll ja schließlich für die Ewigkeit sein.
    Die Idee mit den Bereichen finde ich gut. So kann jeder seinen Geschmack und Stil ausleben! Wer will schon in einer Wohnung wohnen, die gar nicht nach dem eigenen Geschmack eingerichtet ist?!
    Liebe Grüße
    Juliane

  2. Mark

    Jaja, das Zusammenziehen ist so mit eines der Themen an dem wahrscheinlich schon so einige Beziehungen zerbrochen sind. Ich frage ich auch, warum es für die Frauen immer so schnell gehen muss. Es ist doch auch einfach mal schön, allein in seiner Bude zu hocken, und seine Ruhe zu haben. Also ich würde nicht zusammenziehen, bevor die Beziehung nicht mindestens 1 bis 2 Jahre stabil hält.

  3. Kathi90

    Hallo,

    also ich finde es gut, wenn man nach einer kurzen Zeit zusammen zieht…so verschwendet man keine Zeit und man lernt sich schneller kennen und die Macken des anderen.

    Lg Kathi von Immobilien Bielefeld

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