Wachmacher – Was sind gute Kaffeealternativen?

Vor dem Ende der ersten Tasse Kaffee sind viele Menschen morgens noch nicht wirklich ansprechbar. Nur weil man aufgestanden ist, heißt das nicht, dass man auch bereits vollkommen wach ist. Koffein in Form von Kaffee ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten, morgens schnell wieder munter zu werden oder wieder aus einem Zwischentief während des Tages heraus zu kommen. Was aber sind die wahren Wachmacher?

Frische Luft und helles Licht, mag man morgens – oder nicht

Bild Mann schlafend

Gib Deinem Körper genügend Schlaf.

Sicherlich gibt es mit Energy Drinks und verschiedenen Tees und Kräutern eine Vielzahl mehr oder minder künstlicher Wachmacher. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einfach rechtzeitig schlafen zu gehen und diesen Schlaf sowie das nachfolgende Aufwachen so zu gestalten, dass man am Morgen auch wirklich wach wird. Hierzu gehört vor allem der Verzicht auf ein Rollo. Denn auf diese Weise gleicht sich der Schlafrhythmus den natürlichen Lichtverhältnissen an und man wird morgens von der Sonne geweckt. War dann auch noch während der Nacht das Fenster gekippt und eine ausreichende Frischluftzufuhr gewährleistet, erwacht man in aller Regel deutlich erholter. Das Wachwerden fällt dann entsprechend leichter. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder in Sachen Wachwerden bewirken. Dieser wirkt nicht nur als Wachmacher sondern gibt dem Körper außerdem Gelegenheit, mit den Jahreszeiten im Einklang zu bleiben und dadurch weniger krankheitsanfällig zu sein.

Die heißen Alternativen: Tee und Kakao

Auch das morgendliche Heißgetränk muss nicht immer Kaffee sein. Auch Schwarzer Tee sowie Grüner Tee enthalten ebenfalls Koffein. Hinsichtlich der Wirksamkeit als Wachmacher muss bei Schwarzem Tee darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu lange zieht. Spätestens nach drei Minuten sollten der Teebeutel oder das Teesieb aus dem heißen Wasser entfernt werden, um ein anregendes Heißgetränk zu erhalten. Neben Koffein sind im Tee außerdem Theobromin, Theogallin sowie Theanin als aufweckende Wirkstoffe enthalten. Beim Kakao ist der Koffein-Anteil deutlich niedriger. Dafür weist Kakao regelmäßig einen Theobromin Anteil zwischen 1 und 2,5 Prozent auf. Grund dafür ist der in Kakao-Getränken enthaltene Anteil an echtem Kakao. Rohkakao ist stark aufputschend und in hohem Maße psychoaktiv. Außerdem finden sich im Kakao eine Vielzahl weiterer Wirkstoffe wie Serotonin, Dopamin, Tyramin und Histamin. Über den Wirkgrad als Wachmacher entscheidet daher vor allem der tatsächliche Kakaoanteil. Doch es sind gerade morgens nicht nur Heißgetränke, die wieder munter machen. Denn nach der Nacht geht es nicht zuletzt auch darum, den Flüssigkeitsverlust während des Schlafs wieder auszugleichen. Daher hilft beim Aufwachen auch stilles neben dem Bett stehendes Mineralwasser in Zimmertemperatur.

Der richtige Umgang mit Wecker und Dusche

Bild Wecker

Wer beim ersten Klingeln aufsteht startet fitter in den Tag.

Heutzutage verfügen so gut wie alle elektrischen Wecker über eine so genannte Snooze Funktion. Der Wecker wird dabei für eine bestimmte Anzahl von Minuten ausgeschaltet und meldet sich dann wieder. Wirkliche Erholung wird durch diese kurze Zeit nicht mehr erreicht. Umgekehrt sorgt das mehrfache Aufwachen und Wiedereinnicken dafür, dass der Kreislauf im Körper umso schwerer wieder in Gang kommt. Gerade auf diesen kommt es aber in Sachen Wachwerden an. Deshalb gilt: nach dem ersten Klingeln des Weckers gleich aufstehen – und am besten auf direktem Weg ins Bad. Denn kaum etwas anderes bringt den Körper ähnlich schnell wieder auf Touren wie eine ausgiebige Dusche. Dies gilt erst recht dann, wenn die Temperatur mehrfach zwischen warm und kühl gewechselt wird. Auch das Abtrocknen sollte möglichst aktiv betrieben werden, um die Durchblutung optimal zu fördern. Überhaupt geht es am Morgen vor allem darum, dass der Körper wieder in Schwung kommt. Wer Haustiere hat, wird schon des Öfteren beobachtet haben, wie sich Hunde und Katzen morgens Strecken und Dehnen. Deshalb muss es nicht immer eine ausgewachsene Morgengymnastik sein, wenn es darum geht, die Lebensgeister für den Tag auf Trab zu bringen. Schon ein ausgiebiges Ausstrecken im Bett kann hier Wunder wirken. Für das schnelle in Gang Bringen des Kreislaufs eignen sich vor allem Kniebeugen.

 

Alternativen zum Kaffee am Morgen

Selbstverständlich gibt es neben Kaffee und Tee eine Reihe weiterer anregender Getränke. Gerade am Morgen ist Cola aber nicht jedermanns Sache. Gleiches gilt für oftmals extrem süße so genannte Energy Drinks. Eine Alternative stellen Getränke auf Basis von Guarana dar. Die Früchte dieser Pflanze enthält einen hohen Koffein-Anteil. Auch bei diesen Getränken handelt es sich aber überwiegend um Softdrinks. Doch das Wachwerden hat nicht nur mit der Wahl des richtigen Getränks zu tun. Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. Stark kohlehydrathaltige Kost wie Brot oder Müsli ist alles andere als schnell verdaulich. Entsprechend müde kann man, vor allem nach großen Mengen davon, beim Frühstück werden. Besser sind eiweißhaltige Alternativen wie Joghurt oder auch Ei. Für den zusätzlichen Vitaminkick sorgen klein geschnittene frische Früchte im Joghurt.

Kaffee am Morgen ist in Ordnung – aber nicht nur

Ausreichend Schlaf

Kaffee weist eine Reihe an Nebenwirkungen auf und sollte daher nicht übermäßig konsumiert werden.

Um morgens in die Gänge zu kommen wird Kaffee vermutlich noch lange der wichtigste und vor allem beliebteste Wachmacher bleiben. Denn er ist so gut wie immer und überall verfügbar, lässt sich inzwischen auch zuhause per Knopfdruck zubereiten und frisst entsprechend wenig Zeit. Trotzdem sollte man beim Wachwerden nicht ausschließlich auf Koffein setzen. Denn aufgrund seiner stimulierenden Wirkung im zentralen Nervensystem weist Koffein eine Reihe von möglichen Nebenwirkungen auf. Diese können in Schlaflosigkeit, Übelkeit, Nervosität und Kopfschmerzen münden. Mittel- bis langfristig können sich außerdem bei stark überhöhtem Konsum erhöhte Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen und Herzrhythmusstörungen einstellen. Aufgrund des hohen Anteils an Gerbstoffen im Kaffee kann es außerdem zu Verdauungsstörungen kommen. Allerdings ist es mit dem Kaffee wie mit anderen Dingen im Leben auch: die Menge macht das Gift. Gegen eine morgendliche Tasse ist nicht wirklich etwas einzuwenden. Wenn die Müdigkeit darüber nicht verfliegt, macht es aber tatsächlich Sinn, in anderer Weise wieder wacher zu werden.

 

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