Fünf Tipps für einen Junggesellenabschied

Der Junggesellenabschied ist genau wie der Polterabend oder wie die feierliche Zeremonie auf Standesamt und Kirche ein fester Bestandteil von vielen Hochzeitsfeiern. Hintergrund des Junggesellenabschiedes, der kurz auch als JGA bezeichnet wird, ist es, noch ein letztes Mal vor der Eheschließung mit seinen Freunden und ähnlich alten Verwandten zu feiern und ein wenig Gas zu geben. Daher feiern die Brautleute diesen Abend auch getrennt voneinander mit ihren jeweils eigenen Leuten. Gefeiert wird zudem zumeist nach Geschlechtern getrennt. Das heißt, die Braut wird in der Regel von ihren Freundinnen und weiblichen Verwandten begleitet, beim Bräutigam zieht gewöhnlich eine Gruppe Männer los. Damit der Junggesellenabschied ein voller Erfolg und vielleicht sogar ein unvergessliches Erlebnis wird, sollten Sie vor der Ausrichtung ein paar grundsätzliche Dinge beachten. Hier kommen fünf Tipps, die beschreiben, was für die Planung eines gelungenen Junggesellenabschieds wichtig sein kann.

Rechtzeitig mit der Planung beginnen

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Der Junggesellenabschied sollte gut geplant werden

Eine gute Freundin oder ein Freund von Ihnen wird demnächst heiraten? Dann wird es Zeit, sich Gedanken über die Ausrichtung eines Junggesellenabschiedes zu machen. Dafür bedarf es natürlich einer gewissen Organisation. Doof wäre es schließlich, wenn keiner das Heft in die Hand nehmen oder parallel aneinander vorbei geplant würde. Erster Ansprechpartner sind natürlich immer die Trauzeugen. Damit aber nicht alle Arbeit an diesen hängen bleibt, empfiehlt es sich immer ein kleines Team zu bilden, das vielleicht aus den besten Freunden der Braut oder des Bräutigams besteht. Damit eine schöne Gruppengröße zusammenkommt, sollte mit der Planung schon frühzeitig begonnen werden. Damit ein gemeinsamer Termin gefunden wird, empfiehlt es sich vielleicht im Internet einen Doodle-Kalender oder etwas Ähnliches anzulegen, wo alle möglichen Teilnehmer ihre Präferenzen eintragen können. Damit auch die Braut und der Bräutigam zur Verfügung stehen, sollte mit dem Partner Kontakt aufgenommen werden, so dass dieser das Datum blocken kann. Eine andere gute Idee ist auch immer, dass der Trauzeuge eine feste Verabredung ausmacht, bei der als vorgeschobenes Argument vielleicht noch einmal über den Ablauf der Hochzeitsfeier gesprochen werden sollte. In einem weiteren Punkt sind die Partner der Junggesellen wichtig: Über sie lässt sich in der Regel am einfachsten an die Kontaktdaten aller Personen, die bei einem JGA dabei sein sollten, herankommen.

Das Budget im Auge behalten

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Der Junggesellenabschied sollte für jeden bezahlbar sein

Wichtig, damit möglichst viele Teilnehmer beim Junggesellenabschied mit dabei sind, ist es zudem das finanzielle Budget im Auge zu behalten. Wie überall haben Braut und Bräutigam Freunde und Verwandte mit unterschiedlichen Einkommen, so dass sich nicht jeder den Eintritt und die Getränke im exklusivsten Striplokal der Stadt oder die Kosten für ein extravagantes Fünf-Gänge-Menü leisten können. Daher sollte möglichst von Anfang an ein offener Dialog darüber geführt werden, was jeder Teilnehmer bereit ist, für den Abend auszugeben, um anschließend einen guten Mittelwert zu finden. Fest steht in jedem Fall, dass die Braut und der Bräutigam am Abend freigehalten werden. Was häufig gemacht wird ist, dass diese am Abend allerdings mithilfe eines Bauchladens kleine Süßigkeiten oder Kondome an Passanten verkaufen, damit dies die Partykasse ein wenig aufbessert. Fakt ist allerdings, dass dies in der Regel eher ein Spaß für alle Beteiligten ist als ein großer Finanzierungsfaktor. Ein letzter Tipp noch zu den Finanzen: Das Geld sollte möglichst am Anfang des Abends eingesammelt werden, damit es gerade im alkoholisierten Zustand nicht zu Streitereien bei der Bezahlung oder zu einem peinlichen Münzenzählen kommt.

Das Programm für den Junggesellenabschied zusammenstellen

Steht das Budget, dann kann es konkreter an die Programmplanung gehen. Bei den meisten Junggesellenabschieden werden die Junggesellen in ein Kostüm gesteckt und sie mit dem schon erwähnten Bauchladen ausgestattet. Die Kostümierung dient dazu, sich einen Spaß auf Kosten des Junggesellen zu erlauben und die Hemmschwelle beim Verkauf der Süßwaren oder Kondome etwas abzubauen. Vielfach ziehen sich die Gruppenteilnehmer auch ein T-Shirt an, auf dem ein bestimmter Claim, also ein Wahlspruch für den Abend steht. Dies sorgt dafür, das Gemeinschaftsgefühlsgefühl zu verstärken und um nach außen hin gleich kundzutun, um was für eine Art an Gruppe es sich hier handelt. Grundsätzlich sollten sich die Organisatoren aber Gedanken machen, was dem Junggesellen zusagen könnte, oder was ihm gar nicht gefällt. Gibt es beispielsweise jemanden, der im Vorfeld mehrfach betont hat, dass er keine Kostümierung oder den Besuch in einer Striptease-Bar wünscht, dann sollte dies vielleicht auch beherzigt werden. Bei manchen Junggesellenabschieden reicht es den Teilnehmern oft aus, bei einem schönen Essen in gemütlicher Runde zusammenzusitzen. Natürlich spielt bei den meisten Junggesellenabschieden auch Alkohol eine wichtige Rolle, aber es muss natürlich nicht immer darauf angelegt werden, ein regelrechtes Saufgelage herbeizuführen. Ein klassischer Junggesellenabschied sieht oft so aus: Die Freunde holen die Braut oder den Bräutigam ab, dann werden die Junggesellen in ihre Kostümierung gesteckt, und der Bauchladenverkauf startet. Danach geht es in die Kneipe, in die Disko oder häufig auch in ein Striptease-Lokal. Fakt ist, dass solche nicht nur von männlichen Gruppen anlässlich eines JGAs aufgesucht werden.

Kreativität ist Trumpf

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Seien Sie kreativ und machen Sie mal etwas abgefahrenes für den Junggesellenabschied

In den vergangenen Jahren hat sich bei vielen Junggesellenabschieden aber ein Trend zu mehr Kreativität entwickelt. So stehen oft nicht mehr das Saufen und der Bauchladen-Verkauf im Vordergrund, sondern andere Gemeinschaftsaktionen. So besuchen viele JGA-Gruppen etwa Freizeitparks, spielen eine Runde Paintball, gehen Minigolfen oder Bowlen, unternehmen eine Schiffsfahrt, besuchen gemeinsam das Planetarium und machen noch viele andere Dinge mehr. Auch hier sollte überlegt, was zu dem Junggesellen am besten passt, denn schließlich sollen auch schon beim JGA der Braut oder dem Bräutigam eine kleine Freude bereitet werden. Wird etwas Besonderes geplant, dann sollte natürlich rechtzeitig an die Reservierung gedacht werden. Schließlich ist nichts blöder, als an der Tür abgewiesen zu werden und dann auf die Schnelle improvisieren zu müssen.

Nicht zu sehr über die Stränge schlagen

Insgesamt gilt es bei einem Junggesellenabschied darauf zu achten, dass alle Spaß haben, am Ende aber nicht zu sehr über die Stränge geschlagen wird. Wie schon erwähnt, bringt ein zu hoher Alkoholkonsum am Ende den Wenigsten etwas, und es sollte auf keinen Fall etwas getan werden, was die Junggesellen aber auch deren Partner verletzt. So ist der Besuch der Striptease-Bar für manche noch okay, ein Bordellbesuch hingegen eher weniger. Und als letztes sei Ihnen noch folgender Tipp gegeben: Der Junggesellenabschied sollte niemals am Abend vor dem eigentlichen Hochzeitstag stattfinden. Schließlich möchten Braut und Bräutigam sowie alle Hochzeitsgäste diesen Tag ausgeruht und voller Freude begehen, und nicht völlig verkatert und übermüdet.

 

Bildquellen:

Bild 1 : Pixabay.com / Counselling

Bild 2 : by Derek Springer, via Wikimedia Commons

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Bild 4 : Pixabay.com / FrankWinkler

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