Gin Cocktails – Der Gin des Lebens

Der Gin gehört zu den großen Geschmacksträgern in der Cocktailbar, denn der der Wacholderbeere entstammende Alkohol ist eine prima Ergänzung zu diversen Gin Cocktails.
Wenn du also in Zukunft mehr als nur Gin Tonic zubereiten möchtest, dann haben wir einige Zubereitungstipps für dich, mit denen du an jeder Bar eine gute Figur machst.

Das kleine 1×1 des Gins – Das solltest du unbedingt wissen

Bild Hendrick's Gin

Der Hendricks Gin hat ein weiches, rosiges Aroma.

Der London Dry Gin ist so etwas wie der Gold Standard unter den Ginsorten und stellt gewissermaßen das Reinheitsgebot des Gins dar. Europäischer London Dry Gin ist starken Regeln unterworfen, um sich diesen Titel anheften zu dürfen, aromatisch steht die Wacholdernote hier im Vordergrund. London Dry Gins sind mal eher zitrusfrisch, mal pfeffrig herb. Zu den bekannteren Sorten zählen etwa der teurere Beefeater 24 oder der günstige Bombay London Dry.
Der Dry Gin ähnelt dem London Dry zwar geschmacklich, hier dürfen die Botanicals aber zu jedem Zeitpunkt zugegeben werden, zusätzlich können naturidentische Farb- und Aromastoffe zum Einsatz kommen, um Färbung und Geschmack des Gins zu beeinflussen. Wie auch der London Dry wird der Dry Gin zweifach destilliert.
Plymouth ist bekannt für seine stolze Marinetradition und seinen Gin. Wer Seeleute kennt, kommt sicherlich schnell auf den Zusammenhang zwischen den beiden. Wie auch bei Scotch ist Plymouth Gin eine Herkunftsbezeichnung, über die Qualität sagt das alleine noch nichts aus. Beliebt aus der Region ist der Black Friars‘, der wird nämlich noch nach Originalrezept aus dem 18. Jahrhundert destilliert.
New Western Dry Gin ist geschmacklich oft kaum mehr als Gin auszumachen, die Wacholdernote muss hier dem Aroma der Botanicals weichen. Hierzu zählt etwa der klassische Hendricks Gin, der ein weiches, rosiges Aroma bietet. Schlecht für Gin Cocktails ist das nicht, allerdings verleiht es dem Drink auch eine andere Note.

Bild Martini

Der Martini ist ein Klassiker in der Cocktailkunst.

Wenn du beim Sloe Gin auf den ersten Blick nicht an Gin denkst, musst du dir keine Sorgen machen. Die rötliche Farbe wirkt trügerisch, da der Gin aber nicht destilliert, sondern mit Schlehen angesetzt wird, sieht er so trügerisch rot aus. Der Monkey 47 ist etwa ein gutes Beispiel für einen Sloe Gin.
Bitter wird es mit Old Tom Gin, einem Gin nach urtümlichem Rezept, der vor Jahrhunderten mit Zucker serviert wurde. Auch um die Malariamedizin der britischen Besatzungstruppen genießbarer zu machen. Derzeit erleben Sorten wie Hayman’s Old Tom eine kleine Renaissance und sind in Gin Cocktails sicherlich eine willkommene Abwechslung.
Reserve Gin mischt das beste zweier Welten: Nach der Destillation wird dieser Gin in Holzfässern gelagert und absorbiert (wie auch Whiskey) Farbe und Aroma des Fasses. Für Gin Cocktails ist das nur so mäßig geeignet, pur sind Sorten wie Burrough’s Reserve oder Citadelle allerdings ein feiner Tropfen. Und für Ginfreunde definitiv ein passendes Geschenk.
Schlussendlich gibt es noch den Compound Gin. Hier werden die Botanicals in neutralem Alkohol angesetzt und gefiltert. Der Compound wird nicht gebrannt, was ihn optisch trübt. Dieser Gin ist in den letzten Jahren vor allem deswegen zu Popularität gelangt, weil du ihn (theoretisch) selber ansetzen kannst – im Stile der heimischen Microbrewery. Ob du das tun und anschließend mischen solltest, musst du selber wissen. Prinzipiell gibt es bessere Varianten für Gin Cocktails.

So bereitest du die besten Gin Cocktails zu

Der Martini (und der Grund, warum James Bond immer Wodka(!) Martini) bestellt, basiert auf Gin und Wermut. Wenn du übrigens eine Flasche der Marke Martini zum Mischen ansetzen willst, solltest du dich auf schnellstem Weg um eine bessere Ausstattung der Bar bemühen.
Ein moderates Mischverhältnis liegt bei 2:1 zugunsten des Gins, viel Crushed Ice kühlt den Drink auf trinkbares Niveau. Der Martini ist einer der Klassiker der Cocktailkunst und hat mit saftiger Erfrischung wenig zu tun, dieser Drink ist stark und du sollst den Alkohol auch herausschmecken. Das setzt natürlich einen entsprechend guten Gin voraus, mit London Dry Gin kannst du hier wenig falsch machen. In Filmen lugt gerne eine grüne Olive aus dem Glas, eigentlich gehört aber Zitronenschale in den Drink.
Eine interessante Variation zum klassischen Martini ist der Churchill Martini. Hierbei nimmst du ein Glas Gin und stellst eine Flasche Wermut daneben. Das Sonnenlicht sollte durch den Wermut auf den eiskalten Gin fallen: fertig. Zusätzlich kannst du den Churchill Martini verfeinern, indem du dich in Richtung Frankreich verneigst.

Bild Gin Sorten

Die Anzahl der Ginsorten ist schier endlos.

Bittersüß geht es weiter mit dem Negroni: 3cl Dry Gin, 3cl roter Wermut und 3cl Campari garniert mit einer Orangenscheibe sorgen für ein süßlich herbes Aperitif. Das soll den Appetit anregen und ist somit vor allem für Dinnerparties ein Cocktail, den du mal eben aus dem Ärmel schütteln kannst.
Frisch, sommerlich und weniger schwer ist der Gin Fizz. Diesen Gin Cocktail kannst du deinen Gästen ganz nebenbei servieren und er funktioniert auch mit dem Gin aus dem Supermarkt (wenn es denn sein muss). Hierbei mischst du 5cl Gin, 2cl Zuckersirup und 3cl Zitronensaft mit viel Eis in einem Shaker. Anschließend seihst du den Mix in ein Cocktailglas ab und gießt ihn mit Sodawasser auf. Eine Zitronenscheibe oder ein Minzblatt sind die perfekte Ergänzung für diesen Drink.
Eine interessante Variante mit dem rötlichen Sloe Gin ist der Sloe Gin Bramble. Hierbei vermischst du 2cl Sloe Gin mit 2cl Dry Gin, 2cl Zitronensaft, 1cl Zuckersirup und schüttelst die Mischung auf Eis. Den Drink seihst du anschließend auf Crushed Ice ab und garnierst ihn mit zwei Brombeeren. Auch wenn dieser Drink fruchtig aussehen mag, gehört er zu den aromatisch stärkeren Gin Cocktails.
Ein echter Klassiker unter den Cocktails auf der Basis von Gin ist der Julep. Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde der Mint Julep serviert und auch heute noch ist dieser Cocktail ein ganz besonderer. Hierzu werden 6cl Gin mit 3cl Limettensaft, Eis und 3cl Curacao im Shaker gemixt und anschließend in ein Glas mit viel Crushed Ice und Minze abgeseiht. Aufgegossen wird das Ganze dann mit einem Schuss Soda. Wenn du die Minznote hervorheben möchtest, kannst du statt des Limettensaftes auch ein Limettenachtel mit ein wenig Minze zerstoßen, ehe du es mixt.
Und zuletzt sei natürlich auch der Gin Tonic erwähnt. Der Klassiker unter den Gin-Mixgetränken lässt sich aber dennoch optimieren. Grundsätzlich wirkt der Gin Tonic besser mit einem Schnitz Limette (anstatt der unsäglichen Zitrone) und einer Scheibe Gurke. Das Aroma der Gurke sorgt nicht nur für eine natürliche Ergänzung zum bitteren Tonic, sondern verleiht dem Drink auch etwas sommerlich Frisches. Schließlich soll man(n) im Sommer ja auch viel Salat essen.

Der Gin, der Cocktailwünsche erfüllt

Dank seines kräftigen Eigengeschmacks ist Gin in der Cocktailküche ein Likör für Fortgeschrittene. Der kräftige Eigengeschmack, die beerigen, zitrusartigen oder pfefferigen Aromen verschiedener Gins sollen nicht nur den nötigen Alkohol beisteuern, sondern die Drinks auch geschmacklich verfeinern. Und anders als etwa fuseliger Wodka lässt sich auch ein eigentlich zum Mixen angedachter Gin gemächlich wie ein Scotch genießen.
Das lädt natürlich zum Experimentieren mit verschiedenen Sorten Gin ein, bis du den richtigen Tropfen für dich und deine Gäste gefunden hast.

 

 

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