10 Extremsportarten, die man ausprobieren sollte

Extremsportler leben gefährlich und begeben sich immer wieder an äußerste sportliche Grenzen. Im letzten Jahrzehnt driften Extremsportarten jedoch immer mehr in den Mainstream ab, so dass es heutzutage viele extreme Sportarten wie z. B. Fallschirmspringen oder Bungee-Jumping gibt, die auch von der breiten Masse an Hobby-Sportlern ausgeübt werden können, ohne sich gleich in Gefahr zu begeben und sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen. Natürliche gibt es aber auch Extremsportarten, die ein erhebliches Risiko mit sich ziehen und nur von wagemutigen Extremsportlern ausgeübt werden, die keine Angst kennen. In diesem Artikel werde ich Dir die 10 besten Extremsportarten vorstellen, die Du vielleicht auch selbst einmal ausprobieren könntest.

1. Volcano-Boarding – auf dem Board den Vulkan hinab

Bei Volcano Boarding handelt es sich um eine neue Extremsportart, die vor einigen Jahren am Vulkan Cerro Negro in Nicaragua entstanden ist, wobei sich der erloschene Vulkan Cerro Negro seither zum beliebtesten Spot für das Volcano Boarding etabliert hat. Die Volcano-Boarder rasen auf einem speziellen Board mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h den Vulkanhang hinab. Das Gefährliche an dieser Sportart sind die Stürze. Obwohl die Boarder Schutzbekleidung tragen, kommt es immer wieder zu Stürzen und sturzbedingten Verletzungen, die einem den Urlaub vermiesen können. Dank der angebotenen Touren für Neueinsteiger, eignet sich diese extreme Sportart nicht nur für Extremsport-Profis, sondern auch für unerfahrene Neulinge.

2. Wingsuit-Flying – fliegen wie Superman

Beim Wingsuit-Flying springt man, ähnlich wie beim Base-Jumping, von Klippen und Berggipfeln. Im Gegensatz zum Base-Jumping wird jedoch nicht gleich der Fallschirm aktiviert, sondern man versucht mit seinem speziellen Wingsuit, möglichst lange wie eine Fledermaus durch die Luft zu gleiten, bevor man den Fallschirm aufspannt. Bei dieser Extremsportart werden Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreicht, was den Sportlern ein Adrenalinkick verleiht, der seinesgleichen sucht.

3. Freeclimbing

Bild Freeclimbing

Freeclimbing erfordert sehr viel Körperkontrolle.

Ob auf der Kletterwand oder in der freien Natur, Klettern macht Spaß und ist ein ausgezeichneter Workout für den ganzen Körper. Freeclimbing eignet sich optimal für Sportler, die gerne in der Natur ihre Freizeit verbringen und einen besonderen Nervenkitzel suchen. Beim Freeclimbing wird das Klettern ohne technische Hilfsmittel ausgeübt. Es werden lediglich Sicherungen wie Seile und Haken eingesetzt, um eventuelle Stürze abzumildern. Das Besondere an dieser extremen Sportart ist, dass sie auch für Beginner mit keiner Klettererfahrung gut geeignet ist. Deutschlandweit gibt es zahlreiche Kletterhallen, in denen Freeclimbing-Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene angeboten werden.

4. Eisklettern – klettern im Winter

Eisklettern hat mit traditionellem Felsklettern viel gemeinsam. Das Schwierige bei dieser Sportart, dass ihr auch schließlich den extremen Charakter verleiht, ist das Eis, das sich ständig verändert und eine unterschiedliche Konsistenz aufweist. Sicherungen müssen demzufolge vor jeder Klettertour neu verankert werden. Meistens werden gefrorene Wasserfälle oder massive Eiszapfen bestiegen, auf denen sich die Kletterer mit Eispickel und Steigeisen nach oben bewegen. Die besondere Gefahr bei dieser extremen Sportart ist die Tatsache, dass das Eis während des Kletterns schmelzen kann, was den Abstieg wesentlich erschweren kann. Die beliebtesten und besten Eisklettergebiete befinden sich in den österreichischen und französischen Alpen, wo auch Eiskletterkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene angeboten werden.

5. BigWave-Surfing – surfen im XXL-Format

Beim traditionellen Surfen handelt es sich schon an sich um eine Extremsportart, aber es geht noch extremer wie uns das BigWave Surfing auf eine eindrucksvolle Weise beweist. Bei BigWave Surfing werden die Wellen nicht von dem Surfer angepaddelt, sondern der Sportler wird mit einem Schnellboot aufs Meer herausgebracht. Die Wellen, auf denen bei dieser extremen Sportart gesurft wird, sind in der Regel mehr als 20 Meter groß und bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Diese Aktivität gilt als eine der gefährlicheren Extremsportarten und sollte in der Regel nur von erfahrenen Surfern ausgeübt werden, die auf der Suche nach einem einzigartigen Adrenalinkick sind.

6. Highlining – Seiltanz in großen Höhen

Slacklining und Highlining sind die Trendsportarten 2016. Obwohl diese Trendsportarten miteinander verwandt sind, gibt es trotzdem einen gewaltigen Unterschied. Während beim Slacklining in den meisten Fällen ein Seil zwischen zwei Bäumen aufgehängt wird, auf dem der Slackliner balanciert, wird beim Highlining ein Seil zwischen zwei Wolkenkratzern, Schluchten oder zwei Berggipfeln aufgespannt. Man balanciert in hunderten Metern Höhe über den Boden. Dabei werden mehrere Sicherungssysteme eingesetzt, damit der Slackliner bei eventuellen Stürzen optimal geschützt ist. Wenn Du keine Angst vor großen Höhen hast und ein gutes Balancegefühl besitzt, dann solltest Du das Highlining unbedingt ausprobieren.

7. Hai-Tauchen – die Sportart für Adrenalinjunkies

Begibst Du dich gerne in gefährliche Situationen, um den ultimativen Adrenalinrausch zu erleben? Dann ist vielleicht das Tauchen mit einem Hai das Richtige für Dich! Bei dieser extremen Sportart begibst Du dich in einen Stahlkäfig und wirst mit diesem gemeinsam ins Wasser gelassen. Mit einem Köder werden dann die Haie angelockt. Obwohl Menschen gar nicht in das Beuteschema von Haien passen, ist es trotzdem beängstigend, wenn so ein Koloss auf dich zukommt. Durch das Blut des Köders wird der Hai in seine natürliche Jagdstimmung versetzt und reagiert dementsprechend ziemlich aggressiv, so dass es gelegentlich vorkommen kann, dass der Hai mit dem Schwanz gegen den Käfig streift. Wenn Du diese einzigartige Erfahrung machen willst und Dich von gigantischen Haien nicht fürchtest, dann kannst du das in Kapstadt in Südafrika machen.

8. Base-Jumping

Beim Base-Jumping spring man mit einem Fallschirm von hohen Bauwerken, Brücken und Felsen ab. Diese extreme Sportart ist sehr gefährlich, weil in den meisten Fällen die Absprungshöhen sehr niedrig sind. Beim traditionellen Fallschirmspringen kann man den Fallschirm frühzeitig öffnen, doch beim Base-Jumping bleiben dafür nur wenige Sekunden, was diese Sportart zu einer der gefährlichsten Extremsportarten macht. Base-Jumping ist ausschließlich für Fallschirmspringer mit jahrelanger Erfahrung geeignet und wenn Du ein unerfahrener Anfänger bist, solltest Du lieber die Finger von diesem Extremsport lassen.

9. Cave-Diving

Bild Wildwasserschwimmen

Wildwasserschwimmen sollte nur unter Aufsicht ausgeübt werden.

Das Cave Diving bzw. Höhlentauchen ist etwas gefährlicher als das Hai Tauchen und falls Du Angst vor dunklen und engen Räumen hast, dann ist diese Sportart definitiv nicht für dich geeignet. Bei diesem Extremsport, wird ähnlich wie bei traditionellem Tauchen die komplette Tauchausrüstung inklusive Sauerstoffflasche und Neoprenanzug verwendet. Die Taucher tauchen dabei durch dunkle und enge Höhlensysteme, die sich oft tief unter der Wasseroberfläche befinden. Durch die schwachen Lichtverhältnisse, wird das Tauchen durch die engen Passagen wesentlich erschwert. Obwohl Höhlentauchen ein einzigartiges Erlebnis darstellt, ist diese Sportart extrem gefährlich und sollte nur von erfahrenen Tauchern ausgeübt werden.

10. Wildwasserschwimmen – schwimmen in wilden Gewässern

Wildwasserschwimmen ist eine relativ neue Extremsportart, die sich in den letzten Jahren innerhalb der Wasserrettungsorganisationen als eigenständige Sportart herauskristallisiert hat. Die Entstehungsgeschichte dieser Sportart liegt in der Tatsache, dass Rettungskräfte für Sportarten wie Rafting und Wildwasserpaddeln ausgebildet werden mussten, so dass sie sehr schnell Gefallen am Schwimmen in der wilden Wasserströmung fanden. Wildwasserschwimmen ist eine der gefährlicheren Extremsportarten, die ausschließlich unter Aufsicht ausgeübt werden sollte. Neoprenanzug, Schwimmweste und Schutzhelm gehören zu Standardausrüstung und sollten immer getragen werden, da das Verletzungsrisiko beim Wildwasserschwimmen sehr hoch ist. Seit einigen Jahren werden in Roppen in Tirol die Internationalen Deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich mich keiner dieser extremen Sportarten trauen würde. Vielleicht bist Du durch diese Liste der besten 10 Extremsportarten neugierig geworden, so dass Du eine dieser Sportarten schon bald ausprobieren möchtest. Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß mit dem Extremsport deiner Wahl!

 

 

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